Was ist Lomografie?

Lomographic Society International ist ein Wiener Unternehmen welches den Begriff Lomography entwickelte. Es vertreibt alle lomografischen Kammeras und verhalf ihnen zu dem Status, den sie verdienen! Das Unternehmen entwickelt neue Kameras, Projekte, Bücher und organisiert Events/Ausstellungen um die Lomografie weiter zu entwickeln und sie einem größeren Puplikum näher zu bringen!

Lomo ist eine Firma die 1914 in Sankt Petersburg gegründet wurde.
Es steht für "Leningrádskoje Optiko Mechanitschéskoje Objedinénie" (Lenigrad Optical & Mechanical Enterprise).


Grundidee

Der KGB gab 1982 den Auftrag, eine japanische Kompaktkamera (Cosina CX-1) zu kopieren. Diese sollte unter anderem für Spionagezwecke eingesetzt werden. So entstand die 1. Lomo-Kamera (LC-A - LOMO Compact Automat)

1983 wurde die Kleinbildkamera LC-A erstmals produziert. Sie gilt als eine der bekanntesten Kameras von Lomo.

Die Grundidee war, dass jeder Russe eine eigene Kamera haben sollte, um sein Leben dokumentieren und die Schönheit Russlands einfangen zu können. Das Konzept ging auf. Millionen von Lomos wurden produziert und auch sofort verkauft.

Der Vorteil der Lomo liegt in der unkomplizierten Handhabung und den kontrastreichen, farbenfrohen Bildern. Sie hat ein robustes Gehäuse und macht in allen Lebenslagen gute und interessante Fotos, weswegen sie ein guter Wegbegleiter ist, mit der man alle Situationen einfangen kann.



Entstehung der Lomografie

Die Erfolgsgeschichte der Lomo begann durch eine Gruppe Wiener Studenten. Bei ihrer Urlaubsreise durch Prag kauften sie sich zum Spaß einige LC-A Kleinbildkameras, welche sie in einem alten Fotogeschäft kauften. Sie hielten ihre Eindrücke der Stadt mit ihrer neuen Kamera fest. Der Spaß an der Sache lag im Vordergrund, weswegen schnappschussartige Fotos an erster Stelle standen.

Wieder zurück in Wien ließen sie die Filme bei einem Supermarkt entwickeln (billigste Ausarbeitung und kleinstes Format). Die Fotos übertrafen ihre Erwartungen und sie waren von dem Ausdruck der Bilder begeistert. Dieses Ereignis prägte den Begriff Lomografie.

Durch die Begeisterung über die Bilder fanden sich immer mehr Anhänger, sodass 1992 dieLomographische Gesellschaft in Wien entstand. Durch die immer bekannter werdende Kunstform entwickelte sich weltweit eine immer größer werdende Fangemeinde.

Immer mehr Ausstellungen, Partys und Präsentationen folgten. Zu dieser Zeit wurden auch die ersten Lomo-Wände aufgestellt (viele Bilder, die mit der LC-A geschossen wurden werden auf große Wände Kante an Kante aufgeklebt).

Die Lomografie prägte die Fotografie der 90er Jahre und war Impuls für weitere kreative Arbeiten und künstlerische Projekte.

Das einzige Problem war, dass die Produktion der LC-A eingestellt worden war, so dass kein Nachschub für die vielen Anhänger gewährleistet war. Die Gesellschaftsmitglieder wendeten sich an die Fabrik, welche die Kameras herstellte und Vladimir Putin (der damalige Bürgermeister von St. Petersburg) und baten sie, die Produktion wieder aufzunehmen. Diese Bitte wurde erfüllt und die serienmäßige Produktion wurde abermals aufgenommen.

Neuentwickelte Kameras ergänzten das Repertoire der Lomografie, z.B. Fisheye (170° Blickwinkel), 4- und 9-Linsenkameras, Frogeye (Unterwassertaugliche Kamera), Kameras mit farblichen Blitzen, ...

2005 wird die Produktion der LC-A eingestellt, ein Jahr später wird die Produktion der verbesserten LC-A (LC-A+) aufgenommen. Diese wird nicht mehr in St. Petersburg gefertigt sondern in China. Die Originallinsen werden jedoch weiterhin in Russland produziert.



Besonderheiten und Funktion

Das besondere an Lomo Fotos ist, dass sie sehr kontrastreich, farbintensiv und meistens schnappschussartig wirken.
Dieser Effekt ergibt sich durch die 32mm Weitwinkeloptik, die von Professor Radionov entwickelt wurde.
Lomografische Bilder zeichnen sich auch dadurch aus, dass die meisten Bilder aus der Hüfte oder aus ungewöhnlichen Positionen aufgenommen werden. Das Motiv liegt normalerweise sehr nah an der Linse und ist manchmal verwackelt, da mit langen Belichtungszeiten aus der Hand aufgenommen wird. Dies ist in der Lomografie kein Qualitätsmakel sondern wird als kreatives Werkzeug verwendet.

Um ein "echtes" Lomographisches Bild zu erhalten empfiehlt es sich den billigsten Film und die billigste Ausarbeitung im Format 7x10 cm zu wählen. Die meisten Fotolabore bieten dieses Format nicht mehr an, als Ausweichmöglichkeit bietet sich das nächst grösste Format (9x13) an.


Als Lomograf/Lomografin sollte man sich an die 10 lomografischen Regeln halten (welche man sich selbst auferlegen sollte).